Schnell und günstig reisen

Trampen ist die wohl günstigste Reisemöglichkeit. Aber es ist unzuverlässig und wird oft auch als gefährlich wahrgenommen. Alternativ kann man ebenso per Mit-fahrgelegenheit, Bus und Bahn preiswert reisen, wie Campus38 im Vergleich zeigt.

Günstig verreisen mit der Bahn

Richtig gelesen, auch mit der Bahn gibt es die Möglichkeit günstig zu reisen. Das Zauberwort heißt Sparpreis-Finder. Damit ist es möglich, für 29 Euro oder in besonderen Aktionszeiträumen sogar für 19 Euro durch ganz Deutschland zu reisen. Was man dafür tun muss? Vor allem eins: Frühzeitig planen. Schon sechs Monate vor Abfahrt sind diese Tickets erhältlich. Für die Reisenden gilt die sogenannte „Zugbindung“. Das bedeutet, man darf nur mit den Zügen fahren, die auf dem Ticket stehen. Genug Puffer einplanen ist somit angesagt. Wer diese Hürden gemeistert hat, kann komfortabel reisen: Seit diesem Jahr ist in allen ICE-Zügen der Deutschen Bahn kostenloses WLAN an Bord. Auch die Fernwehmütigen kommen nicht zu kurz, denn ab 39 Euro kann man auch ins europäische Ausland reisen. Wer zusätzlich Gutscheine wie E-Coupons hamstert, reist noch günstiger.

In die Heimat mit dem Fernbus

Seit 2015 sind sie auch in Deutschland unterwegs und machen der Bahn Konkurrenz: Fernbusse. Der Anbieter „Mein Fernbus / Flixbus“ hat die Konkurrenz nahezu vollständig verdrängt und sich auf den Straßen somit ein Monopol gesichert. Dadurch haben sich die Preise für manche Strecken sogar verdoppelt. Trotzdem gilt: Wer frühzeitig bucht, kann auch hier das ein oder andere Schnäppchen schlagen. Großer Vorteil ist die unkomplizierte Mitnahme von Gepäck: Ein großes Gepäckstück und ein Handgepäckstück sind inklusive. Doch auch Zeit sollte man einpacken – Reisebusse dürfen nach europäischem Recht maximal 100 Kilometer pro Stunde zurücklegen. Es ist zwar komfortabel mit dem Bus im Stadtzentrum abgesetzt zu werden, aber das bedeutet, dass in jede Stadt herein- und herausgefahren werden muss. Auch an Bord sein können unliebsame Mitfahrer, die durch Lärm oder das Verzehren ihres übel riechenden Lunchpaketes auffallen. Entschädigt wird der geplagte Reisende durch WLAN, Steckdosen und viel Beinfreiheit.

Reisen per Mitfahrgelegenheit

Der Fernbus ist zu langsam und es sind keine Sparpreis-Tickets bei der Bahn mehr vorhanden? Dann sind Mitfahrgelegenheiten das Mittel der Wahl, beziehungsweise des Sparens. Online werden Datum und Strecke ausgewählt und alle verfügbaren Fahrer aufgelistet. Der generelle Preis hängt natürlich von der Strecke und dem Fahrer ab, als Faustregel gilt aber fünf Euro pro 100 Kilometer. Es gibt unterschiedliche Portale über die gesucht werden kann. „Blablacar.de“ ist der bekannteste Anbieter in Deutschland. Dessen ist sich das Unternehmen bewusst und erhebt seit letztem Jahr Reservierungsgebühren von durchschnittlich elf Prozent pro Fahrt. Kostenfreie Alternativen sind „bessermitfahren.de“ oder „mitfahrgelegenheit.de“. Ist eine passende Fahrt gefunden, kann per Handynummer Kontakt zum Fahrer aufgenommen werden, um den genauen Treffpunkt und die Abfahrtszeit zu klären. Großer Vorteil an Mitfahrgelegenheiten sind die Unterhaltungen, wenn man jedoch seine Ruhe möchte, ist das meist auch kein Problem. Großer Nachteil ist der fehlende Fahrplan, den Bahn und Fernbus bieten. So muss man jemanden finden, der zum gewünschten Termin fährt und man sollte genug Zeit für Anschlusstermine einplanen. Denn auch als Mitfahrer kann man in den Stau kommen oder eine Panne haben.

Die Bahn ist immer nur teuer? Campus38 vergleicht die Reisemöglichkeiten. (Quelle: iStock/GuruXOOX)

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