“Studieren ist immer noch mein Traum”

Brückenkurse, Wartelisten und die DSH-Prüfung, die über eine Immatrikulation für ausländische Studienbewerber entscheidet. Studierende Flüchtlinge in Deutschland – eine Zukunftsvision?

„Studium für uns ist lange Geschichte“, versucht Kalifa A.* zu erklären. Er ist 22 Jahre alt und kommt aus Syrien. „Ich bin 24. August 2015 nach Deutschland gekommen.“ Seit 15 Monaten lernt er Deutsch. Momentan besucht er den Sprint-Dual-Kurs an der Berufsbildenden Schule (BBS) in Peine: „Weißt du, in anderen Land ist es wichtig, die Sprache festigen. Also, wenn man nicht Deutsch versteht, ist schwer.“ Er sitzt im Klassenzimmer der BBS. Seine Mitschüler, Flüchtlinge aus den verschiedensten Ländern, stehen um ihn herum. Es ist Pause.

Der Sprint-Dual-Kurs ist eine Fortsetzung vom Sprint-Kurs. Sprint – Sprache und Integration. „In diesem Kurs lernen nur Flüchtlinge im Alter von 16 bis 21 Jahren“, erklärt Erhard Schnieder von der BBS Peine. Weiter erzählt er: „Die Schüler kommen jeden Tag für fünf Stunden.“ Sprint beinhaltet drei Module: Spracherwerb, Einführung in die regionale Kultur und Lebenswelt sowie Einführung in das Berufs- und Arbeitsleben.

Jetzt Deutsch lernen. Nur lernen.“

Nathalie Zabinski, Geschichts- und Germanistik-Studentin an der TU Braunschweig, unterrichtet die Sprint-Klasse. Sie ist DAF-Lehrerin. DAF – Deutsch als Fremdsprache. 14 Schüler, darunter zwei Mädchen, sitzen im Klassenzimmer im ersten Stock. Alle fast so alt wie die Lehrerin selbst. Die Tafel ziert eine Deutschlandkarte. Hamburg, München, Köln und Dresden sollen eingetragen werden. Die Schüler sind lebhaft. Sie rennen zur Tafel und erfüllen die Aufgabe. Unter ihnen ist Shirwan X.* aus Syrien. „Jetzt Deutsch lernen. Nur lernen. Gut Deutsch. Deutsch ist schwer, Mathematik nicht. In Syrien habe ich schon Mathe studiert, an der University“, erzählt Shirwan. Er wolle studieren. Am liebsten Mathematik in Hannover. Viele haben noch keinen Plan. „Es ist wie bei den deutschen Schülern, teilweise haben sie noch kein Ziel vor Augen. Teilweise hängen die Schüler im Unterrichtsstoff hinterher, sind wegen der Flucht länger nicht in der Schule gewesen. Manche hatten keinen Zugang zum lateinischen Alphabet“, versucht Zabinski den Unterrichtsalltag zusammenzufassen.

Bei der Gruppenaufgabe ist Mohamed F.* gefragt, einfache deutsche Sätze zu schreiben. Er malt die Buchstaben mit einem roten Edding, es dauert, aber am Ende ist zu erkennen, was er geschrieben hat. „Das größte Problem ist der Niveauunterschied“, meint Zabinski, die die Politik im Klassenzimmer spüre. Einen Einstufungstest müsse es laut der DAF-Lehrerin geben, der man die Freude am Unterrichten ansieht. „Die Flüchtlinge wollen auf jeden Fall lernen. Allerdings ist es eine große Herausforderung, da alle auf unterschiedlichen Levels sind. Manche konnten noch kein Alphabet, andere konnten sich schon mit dir unterhalten“, blickt sie zurück in den Februar, als dieser Kurs startete.

Immer wieder hört man die Klänge der arabischen Sprache, teilweise blickt man in fragende Gesichter. Auch englische Wörter sollen den Zuwanderern beim Erwerb der deutschen Sprache helfen. Die Atmung bei den Flüchtlingen wirkt schwer und angestrengt, besonders die Vokale, die es in der arabischen Sprache nicht gibt, bereiten ihnen Schwierigkeiten.

Problem ist die Umgangssprache

Nicht so bei Kalifa, der montags und freitags die BBS in Peine besucht. Er ist mittlerweile im Sprint-Dual-Kurs. Dies ist die Überbrückung der Zeit bis zum nächsten Schuljahr und dauert sechs bis neun Monate. Gemeinsam mit sechs Mitschülern baut er seine Deutschkenntnisse aus. Zuallererst setzen sich die Schüler, nur junge Männer im Alter von 20 bis 22 Jahren, mit ihrem Lehrer Aleksander Ulemek, ebenfalls Germanistik- und Geschichtsstudent an der TU, in einen Stuhlkreis. Jeder erzählt von seinen Sorgen und Erlebnissen der vergangenen Woche. Am Ende der fröhlichen und tiefgründigen Runde zieren Wörter in den unterschiedlichsten Farben die grüne alte Schultafel, mit denen Kalifa und seine Mitstreiter Probleme haben.

„Mit Umgangssprache Probleme. Mitarbeiter sagen was auf Arbeit, ich verstehe nicht.“ Die Schüler besuchen jeweils eine Praktikumsstelle im handwerklichen Beruf – dienstags, mittwochs und donnerstags. „Es wäre bei allen wünschenswert, wenn sie einen Ausbildungsplatz bekommen könnten“, hofft Aleksander. „Die sagen eine rauchen. Aber ich nicht rauchen. Ich trinke mein Wasser“, beschreibt Kalifa die Missverständnisse weiter. Aleksander hilft ihm: „Die wollen nicht direkt sagen, dass du eine Pause machen sollst.“ Kalifa erzählt weiter, seine Gesichtszüge gehen über in etwas traurigere, sein Blick gleitet nach unten: „Die rufen immer und pfeifen. Das tut weh. Bin ich Hund oder was? Wir rufen unseren Hund so in unser Land.“ Aleksander reagiert und wiederholt Redewendungen mit den Schülern: „Das kommt mir spanisch vor“ oder „Jemanden über den Tisch ziehen“ – „Achso ja, das gibt auf Flohmarkt“, werfen die Schüler ein. „Den Kopf in den Sand stecken“ – „desperate“. Auch hier versuchen sie das Wort mit englischen Wörtern nachzuvollziehen.

Sie kommen alle aus unterschiedlichen Ländern: Liberia, Sudan, Elfenbeinküste, Irak, Syrien. „Alle sprechen mindestens zwei Sprachen, bevor sie überhaupt Deutsch gelernt haben“, berichtet Aleksander fasziniert. Er ist ihre Bezugsperson: „Es macht mir Spaß, auf jeden Fall. Es ist mir ein kleines Highlight, mit ihnen Unterricht zu machen.“ Er weiß auch: „Deren Erfolg hängt von unserer Vorbereitung ab.“

„Ich freu mich immer, weil ich Deutsch lernen möchte“, Kalifa treibt die anderen an, möchte mit den Inhalten des Lehrbuches weiter machen. Er trägt eine schwarze Kings-Cap. „Ich freue mich Deutsch lernen. Studieren ist immer noch meine Traume. Will ich immer noch machen. Aber jetzt ich versuche erstemal, eine Ausbildung machen.“ Kalifa arbeitet beim Gerüstbau, er absolviert dort sein Praktikum. „Ich muss die Sprache selbstverständlich sprechen. Mit Kollegen, Mitarbeitern musst du immer festigen“, erzählt er langsam. Kalifa sitzt am Fenster, jetzt, sehr sicher in der Sprache und in seiner Wortwahl, dennoch etwas schüchtern und leise. Er spricht mit einem Akzent. „Was schwer ist, ist Umgangssprache. Was wir haben in der Schule gelernt und was die Menschen draußen oder auf Arbeit reden, das ist ein bisschen unterschiedlich.“

Kalifa erinnert sich zurück an den 24. August 2015: „Wenn ich neu war, es war sehr, sehr schwer for mich. Jedes Mal brauchen Dolmetscher, oder ich kann Inglisch, aber meisten sag ‚Du musst auf Deutsch sagen‘. Zum Beispiel, wenn ich einen Termin in Lendkreis Peine. Die kann alles Inglis, aber die will nicht mit mir Inglis reden. Mussen Deutsch reden. Obwohl ich nicht Deutsch kann, aber trotzdem. Muss versuchen.“ Seine Nachbarin helfe ihm.

Neben ihm steht seine Wasserflasche, vor ihm liegt sein Lehrbuch und sein A5-kariertes Notizbuch. Seine schwarz-graue Schultasche liegt neben ihm auf dem Tisch. Er sitzt alleine. Er ist der Einzige, der alleine sitzt, aber dennoch agiert er mit den anderen Schülern. Sein Handy liegt neben ihm an der Tischkante, Google und Leo.org helfen ihm, falls einer seiner Mitschüler nichts versteht oder er etwas übersetzt braucht. Hinter ihm sind zwei Flüchtlinge weniger ehrgeizig. Sie unterhalten sich im forte, fast schon im crescendo in ihrer Muttersprache. Kalifa lässt sich davon nicht beirren. Sein Kopf neigt nach links, nach rechts, wenn er überlegt. Dann nimmt er das Handy in die Hand und übersetzt sich ein Wort – „beschäftigen“. Er zeigt auf das Buch, schaut aufs Smartphone: „Mit Google ist manchmal schwierig.“ Er muss Sätze bilden, liest sich diese durch und überlegt, schreibt wieder ein Wort. Er klopft mit dem Finger auf den Tisch und überlegt. Spricht leise vor sich hin. Seine Zunge läuft über seine braunen Lippen. Er ist der Einzige, der immer noch an seiner Aufgabe sitzt. Tief versunken in ihr. Wieder der Finger auf dem Tisch. „Ihr könnt in die Pause gehen!“, ruft Aleksander mitten in seine Überlegungen. Trotzdem macht er weiter. Irgendwann legt er den Stift auf seine Notizen und hört dem Pausengespräch der anderen aufmerksam zu.

Für die Sprint-Kurse werden keine Vorkenntnisse benötigt. Es ist das Alter, das zählt. Nach dem Sprint-Kurs, für den die Flüchtlinge eine Teilnahmebescheinigung erhalten, folgt die Kompetenzfeststellung „Kompass3“. In Begleitung dazu, werden Gespräche mit dem Jobcenter, der Handwerkskammer, dem Land Niedersachsen und der Agentur für Arbeit durchgeführt. Dann folgt Sprint-Dual. „Das Ziel ist die Ausbildung“, betont Schnieder.

Ziel: Ingenieurwissenschaftliches Studium

Anders ist es an der TU Braunschweig. Dina F.* aus Syrien ist 19 Jahre alt und besucht dort den Brückenkurs, der von der Deutschlehrerin Heike Reichert geleitet wird. Das Ziel des Brückenkurses: Reif sein für ein ingenieurwissenschaftliches Studium an der TU. Dina ist die einzige Schülerin in diesem Kurs. Sie nimmt Platz in der ersten Reihe, umgeben von Männern. Jeden Tag außer freitags sitzt Dina in diesem Unterricht. Fünf Unterrichtsstunden lang. „Es handelt sich um einen Intensivkurs Deutsch, der mit der Grundstufe A1 gemäß Gemeinsamem Europäischen Referenzrahmen beginnt“, erklärt Reichert das Prinzip. Die Niveaustufen A2, B1, B2.1 und B2.2 folgen. Den Teilnehmern fehlt nur noch die deutsche Sprache. Abitur haben sie bereits in ihrem Heimatland absolviert.

Langsam trudeln alle Flüchtlinge ein, sie werden ganz normal wie Studenten behandelt. Jeder Stuhl der drei Tischreihen, die parallel zur Tafel stehen, ist besetzt. Bevor der Kurs losgeht, reden die Flüchtlinge auf Arabisch. „So, ihr Lieben. Ich habe gesehen, dass ihr alle pünktlich seid“, eröffnet Reichert den Unterricht. Sie hat sich bewusst für diesen Beruf entschieden: „Ich finde das Thema Integration spannend.“ Auch wenn die Studenten, alle zwischen 18 und 25 Jahre alt, erst seit April diesen Jahres zu dem Kurs gehen, legt Reichert großen Wert auf die Betonung und schreibt Grammatik an die Tafel. Gespannt schauen die Studenten nach vorne, schreiben teilweise das Tafelbild ab.

„Natürlich wir können Fußball spielen.“ Reichert kontrolliert die Hausaufgaben: „Ah, überleg, wo dein Verb steht!“, erinnert sie ihren Schüler. „Mohamed, kannst du mal alle Possessivpronomen wiederholen?“ – „Mein, Dein, Sein/Ihr/Sein, Unser, Euer, Ehr/Ihre“ – „Ja ich meine ehr, aber wenn ich spreche…“ Reichert versucht es ihm zu erklären: „Dann musst du ihr sagen. Sonst verstehe ich dich nicht.“ Dann lernen die Flüchtlinge das Gesicht, die Familie, die Verwandten. Die Geschichte endet bei einem Großvater eines Studenten in Syrien. Sie reden gern über ihre Kultur. Erklären ihrer Lehrerin, wie es in ihrem Heimatland ist. Immer wieder versinken die Teilnehmer in Geschichten, in Erinnerungen aus ihrer Heimat.

Dina trägt ein weißes Kopftuch. Sie redet nicht viel. Aufmerksam sitzt sie vor ihrem Arbeitsblatt, das mit deutschen und arabischen Vokabeln zur Unterstützung gefüllt ist. Vor ihr steht ihre pinke Flasche mit der Aufschrift „My bottle“. Sie blättert in ihrem linierten Spiralblock. Ihre Stirn stützt sie auf ihre linke Hand. Sie überlegt und übersetzt sich die Worte: „Ich denke auf Arabisch. Übersetze es dann auf Deutsch.“ Sie meldet sich, sagt nichts, wird übersehen. Der Kurs ist leise. Man hört die Unterhaltungen auf dem großen Campus des Altgebäudes der TU, das Treppensteigen anderer Studenten. Die Männer stellen Fragen, sagen öfter etwas. Jetzt schreibt sie weiter.

Die großen Fenster erhellen den Raum. Lernplakate mit der Aufschrift „Lernen ist die clevere Entscheidung“ hängen an den weißen, teilweise kaputten Wänden. Reichert erklärt Satzklammern. Jetzt nimmt Dina das Handy und übersetzt. „Immer, wenn ich nicht alles verstehe, ist die Frage, ob inglisch sprechen kann. Das ist ein bisschen – annoying. Weil ich möchte immerzu Deutsch sprechen“, erzählt die syrische Frau, die seit fünf Monaten Deutsch lernt und extra nach Braunschweig gezogen ist, um an diesem Kurs teilzunehmen.

Viele der Flüchtlinge haben vorher bereits einen Deutschkurs absolviert, wie Reichert mitteilt. „Mein Ziel ist es, sie in zwei Monaten auf ein Niveau zu bringen. Manche langweilen sich, da ein bestimmtes Sprachniveau keine Voraussetzung für diesen Brückenkurs ist“, betont Reichert, mit einem festen Ziel im Hinterkopf.

Endlich am Ziel?

Nach diesem Brückenkurs folgt der Vorbereitungskurs für die Deutsche Sprachprüfung für den Hochschulzugang DSH. Dieser Kurs dauert drei Wochen, wie Reichert weiß: „Nach einem Jahr legen alle Teilnehmer die DSH ab, dies ist eine mehr als vierstündige Sprachprüfung in den Teilbereichen Hörverstehen, Leseverstehen, Wissenschaftliche Strukturen und Textproduktion.“ Voraussetzung ist das Sprachniveau B2.2., um die Prüfung an der TU anzutreten. Von ihrem letzten Kurs haben zehn von 24 Studenten die Prüfung bestanden. „Die Prüfung ist sehr, sehr schwer. Momentan kann man sagen, dass wohl nur eine Handvoll von Flüchtlingen studieren“, bedauert Reichert, denn ohne diesen Abschluss kann man sich nicht immatrikulieren. Sie versucht, etwas zu ändern: „Wir machen uns viele Gedanken, um die Flüchtlinge noch besser zu unterstützen und noch genauer auf die Probleme eingehen zu können, die in der Prüfung Schwierigkeiten bereiten.“

Doch Reichert zweifelt: „Ich persönliche glaube nicht, dass da eine Welle an Flüchtlingen kommen wird, die hier studieren werden, da nur ein Teil der Geflüchteten eine Hochschulzugangsberechtigung, sprich Abitur, hat.“

Emine Ötztürk vom Landkreis Peine hingegen weiß: „Es ist generell schwierig abzuschätzen, ob es eine Welle von studierenden Flüchtlingen an deutschen Universitäten und Hochschulen geben wird. Das Ergebnis eines Profilings mit 700 Neuzugewanderten zur Erfassung der Qualifikation dieser Zielgruppe, war relativ ernüchternd. Die anfängliche Erwartung, dass hochqualifizierte Menschen in die Bundesrepublik Deutschland einreisen, stand im Widerspruch zum Ergebnis des Profilings. Das liegt nunmehr auch daran, dass viele Menschen ihren Abschluss nicht nachweisen können.“ Allerdings sei es wichtig zu erwähnen, dass das Bild in den Großstädten mit Universitäten anders aussieht als in ländlichen Gebieten, wie Ötztürk weiter informiert.

„Wir haben jetzt schon studienwillige und studierende Flüchtlinge. Aber diese Zahlen sind im Vergleich zur Gesamtzahl der zu uns geflohenen Menschen sehr klein. Von 10.085 Flüchtlingen haben 27 Prozent nach eigenen Angaben bereits eine Hochschulzugangsberechtigung. Von circa 10.000 Flüchtlingen haben sieben Prozent ein Studium in ihrer Heimat begonnen, aber nicht abgeschlossen. Diese würden eventuell gerne weiter studieren. Die Möglichkeit wäre formal vorhanden“, erklärt Kurt Neubert vom Wissenschaftsministerium Niedersachsen.

Kalifa sitzt im Klassenzimmer. Im Pausengespräch erwähnt er: „Studium für uns ist lange Geschichte. Dauert zu lange!“ Seine Mitstreiter nicken zustimmend.

Wann dürfen Flüchtlinge studieren?

Ein großer Schritt Richtung Vorlesungssaal ist für die Flüchtlinge eine Aufenthaltserlaubnis. „Jeder Flüchtling, der in Deutschland Asyl sucht, stellt bei der zuständigen Behörde einen Asylantrag, worüber das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge jeweils entscheidet“, weiß Anke Bollmann von der Stabsstelle Flüchtlinge in der Stadt Peine. Alles seien Einzelfallentscheidungen. Weiter erklärt sie: „Man darf nur mit einem anerkannten Status ein Studium in Deutschland beginnen.“ Brückenkurse und Sprachkurse, die zur Sprachförderung dienen, dürfen bereits ohne Aufenthaltserlaubnis angetreten werden.

„Über den anerkannten Status hinaus, müssen auch sie, wie jeder Mensch, der hier studieren möchte, ihre Bildung nachweisen. Am einfachsten geht dies, indem sie ihre Zeugnisse aus ihrer Heimat übersetzen und legalisieren lassen. Sollten diese Unterlagen nicht vorliegen, gibt es je nach Bundesland verschiedene weitere Verfahrensweisen, um seinen Bildungsstand nachzuweisen“, erläutert Bollmann. Dennoch müssen alle Flüchtlinge, die ein Studium in Deutschland antreten möchten, die DSH-Prüfung erfolgreich absolvieren.

Total
0
Shares
Ähnliche Beiträge
Mehr lesen

Therapie auf Instagram?

Neben Fitness-Accounts und Foodblogs sind auch immer mehr TherapeutInnen auf Social Media Plattformen wie Instagram. Sie teilen ihr Wissen über psychische Störungen und Therapieansätze. Aber kann dieser Zugang zu exklusiver Information nicht auch als Therapie-Ersatz ausgenutzt werden?
VON Michelle Wulfes
Mehr lesen

Aus dem Kriegsgebiet in die Tischlerei

Ausbildungsstellen in Niedersachsen bleiben unbesetzt, vor allem das Handwerk ist davon betroffen. Können Flüchtlinge hier helfen? Campus38 hat mit Matthias Lütje, dem Geschäftsführer einer Tischlerei gesprochen. Er schildert wie die Situation in seinem Betrieb und im weiteren Umfeld aussieht.
VON Marvin Dörsam
Mehr lesen

Bestatter – Ein Leben mit dem Tod

Der Beruf der Bestattungskraft bedeutet ein Leben mit Trauer, Leid und dem immerwährenden Bewusstsein, dass alles endlich ist. Doch bei genauerer Betrachtung wird deutlich, dass die Lebenden im Fokus stehen.
VON Charline Borchers
Mehr lesen

Wohnzimmer-Vibe

Von Seite ist ein gemeinnütziger Verein, der Party-Events veranstaltet – aber er ist viel mehr als das. Durch Musik, Kunst und Kultur eröffnet das junge Kollektiv einen neuen Raum in Braunschweig, in welchem sich jede*r willkommen fühlt.
VON Dahlia Dziggel