Papa, was ist ein Veteran?

Trigger Warnung: Gewalt, Krieg & Psychische Störungen. Kriegseinsätze, die das Leben prägen – Mario N. ist einer von ca. 400.000 EinsatzveteranInnen in Deutschland und hat während seiner Auslandseinsätze viele erschütternde Momente erlebt. Er blickt zurück und erzählt, wie diese noch heute sein Leben prägen.

Eine schwarze Kawasaki VN 2000 steht auf einem Parkplatz vor einem Wohnhaus in Salzgitter. Der  Tank glitzert in der prallen Mittagssonne an einem Samstagvormittag. Daneben steht Familienvater und Biker Mario N., er putzt das Motorrad voller Stolz. Mario ist ein breit gebauter Mann mit Bart und Tattoos an den Unterarmen. Bis auf die lockere bunte Kleidung sieht er so aus, wie man sich einen Biker eigentlich vorstellt. Was viele jedoch nicht wissen: Dieser Mann sieht nicht nur wie ein harter Kerl aus, sondern er ist es auch. Oder doch nicht? Zumindest könnte man das glauben, denn Mario war im Krieg.

Beruf mit einem hohen Preis

Mario N. ist Einsatzveteran der deutschen Bundeswehr. Durch seine Auslandseinsätze leidet er an einer psychischen Erkrankung, einer posttraumatischen Belastungsstörung (PTBS). Während seiner Zeit in der Bundeswehr hat er viel erlebt und war in mehreren Einsätzen beteiligt. Unter anderem als Späh-Truppführer auf dem Balkan, während des Bosnien-Einsatzes (SFOR) im Jahr 1997 in Sarajevo und im Kosovo-Einsatz (KFOR) im Jahr 2000/2001, bis in den Mittleren Osten nach Kuwait, wo er 2002 während des Einsatzes „Operation Enduring Freedom“ als Aufklärungssoldat der Bundeswehr zum Schutz der dortigen ABC-Abwehrtruppe eingesetzt wurde.

Foto: Mario N. auf seinem Motorrad, Foto von Tim Famulla

Was ist ein Einsatzveteran?

Laut dem Bundesministerium der Verteidigung sind SoldatInnen, die im aktiven Dienst der Bundeswehr standen und aus diesem Dienstverhältnis ehrenhaft entlassen wurden, also ihren Dienstgrad nicht verloren haben, VeteranInnen. Nach dieser offiziellen Definition gibt es in Deutschland über zehn Millionen Menschen, die über diesen Status verfügen. 

Mario selbst nennt diese Definition etwas, dass mittlerweile zwischen Gut und Böse steht. Denn momentan sind ihm SoldatInnen, die gedient haben, durch diesen Status „gleichgestellt“. Doch für Mario ist klar, dass dort ein großer Unterschied besteht. Allein schon hinsichtlich der psychischen Fürsorge und Nachsorge von Personen, die im Kampfeinsatz waren, so wie es circa 400.000 tausend andere Soldaten waren.

Der gleichen Meinung ist der ehemalige Soldat Carsten F., der als Wehrpflichtiger seinen zehnmonatigen Wehrdienst im Jahr 1996 als Sanitäter in der Bundeswehr abgeleistet hat und nach der Definition ein Veteran ist. Er selbst sieht sich jedoch nicht als Veteran. Für ihn ist ein Veteran jemand, der im Einsatz war oder mehr als nur einen „Grundwehrdienst“ abgeleistet hat.


Der Veteranentag

Es gibt einen Tag, an dem beide – sowohl EinsatzveteranInnen als auch „VeteranInnen nach Definition“ – zusammenkommen können, um einander zu würdigen. Es ist der 15. Juni, an dem in Deutschland der  nationale Veteranentag ist. Das hat der Bundestag laut der offiziellen Homepage der Bundeswehr in seiner Sitzung vom 25. April 2024 mit großer Mehrheit beschlossen.

Es ist das erste Mal in der Geschichte der Bundesrepublik Deutschland, dass es einen Tag gibt, an dem Menschen für ihren Dienst in der Bundeswehr gewürdigt werden. An diesem Tag wird kein Unterschied gemacht, ob jemand nur 12 Monate oder ganze 15 Jahre gedient hat. Ebenso wenig, ob die Person im Einsatz war oder nicht. An diesem Tag ist es egal, denn alle haben eines gemeinsam: Sie haben gedient.Bundesverteidigungsminister Boris Pistorius (SPD) sagte dazu in seiner Rede im Bundestag: „Die Einführung eines nationalen Veteranentages war längst überfällig.“


Alle gemeinsam

Was Mario N. noch ärgert, ist der Fakt, dass trotz dieses enormen Schrittes die einzelnen Veteranenvereinigungen  sich unterschiedlich organisieren. Er sagt: „Die ziehen in die Richtung, die anderen ziehen in die Richtung und wieder andere ziehen wieder in eine andere Richtung“ und daher ziehen momentan noch nicht alle an einem „Strick“.Er wünscht sich, dass alle Veteranvereinigungen unter einem Dach vereint wären. Dann wäre das eine Macht, an der keiner so schnell vorbeikommen würde.


Aufeinander Acht geben

Ist denn jemand nur weil er oder sie VeteranIn ist, auch gleichzeitig ein besserer Mensch?Mario selbst hat sich 20 Jahre lang über das Wort „Veteran“ gar keine Gedanken gemacht und sich selbst auch 20 Jahre lang nicht als solcher gesehen. „Ich war im Einsatz, ja … das war so“, sagt er  und ergänzt, dass der Dachdecker auf das Dach klettert und dem etwas dabei passieren kann. Genauso wie dem Feuerwehrmann, dem Rettungssanitäter oder dem Polizisten. Das seien alles Leute, denen irgendwas im Zuge ihrer Arbeit zustoßen kann, was sie dann psychisch aus der Bahn wirft.Als junger Mensch hat er das noch ein bisschen anders gesehen. Da sei er sehr viel mit sich selbst beschäftigt gewesen, so nennt es Mario. Doch durch seine Einsatzerfahrung hat er darauf eine andere Sicht der Dinge bekommen, denn das mit dem „besser“ gegenüber anderen Menschen, würde er so nicht unterschreiben. Er erklärt, dass ihn die Erfahrung des Einsatzveteranen zu einer besseren Version von sich selbst macht – mit Blick darauf, wie er auf seine Leute achtgibt. Denn „das ist genau das. Ich habe in meinen Einsätzen auf meine Leute geachtet und das mache ich immer noch!“

Arbeit unter Verschluss

Gleichzeitig erinnert er sich an die Zeit bis Dezember 2024 zurück, als er noch im Sicherheitsdienst gearbeitet hat: „Also, da wusste keiner, dass ich im Einsatz war. Wussten nur, dass ich länger mal Soldat war. Das haben sie gemerkt, von meiner Art her.“ Er war in einer Sicherheitszentrale tätig und hat Personal, das draußen arbeitet, geführt. Er sagt, dass es für ihn auch nicht unbedingt Bitte und Danke gegeben habe, sondern einen Auftrag. Trotzdem hätten ganz viele nicht gewusst, was so in ihm vorgeht. Er laufe ja nicht den ganzen Tag mit „Einsatzveteran – bitte nicht ansprechen“ auf der Stirn geschrieben herum.„Und wenn du merkst, dass etwas zu viel auf dich einprasselt, dann stehst du eben vor 20 Kollegen und heulst, weil es einfach zu viel  ist. Das ist immer noch besser, als wenn du in dieser Situation bist und anders reagierst als jemand, der diese Einsatzerfahrungen nicht gesammelt hat“, erinnert sich Mario weiter.

Einigkeit, Recht und Freiheit?

Dieser Satz ist nicht nur ein Hauptbestandteil unserer Nationalhymne, sondern steht auch auf jeder Gürtelschnalle, die ein Soldat zum Dienstanzug trägt. Doch wofür steht das Wort Freiheit eigentlich? Für Mario heißt das ganz einfach: finanzielle Freiheit, persönliche Freiheit und die Möglichkeit, sich frei zu entfalten.

Und ein ganz großer Teil seiner persönlichen Freiheit steht vor seiner Tür. Mario erzählt voller Stolz, dass er jetzt seit zwei Jahren die schwarze Kawasaki besitzt. Und das Schöne daran ist, dass er diese Art der Freiheit mit seiner Frau zusammen genießen kann. Und auch, dass Mario und ich uns frei über dieses Thema unterhalten können, ohne dass irgendjemand etwas dagegen sagt. Auch das ist in vielen Ländern keine Selbstverständlichkeit.

Mario schaut sich um. Er genießt für einen kurzen Moment, wie die Mittagssonne auf  sein Gesicht scheint, die leichte feuchte Brise, die von den naheliegenden Teichen kommt. „Na ja, … wir können ja den ganzen Tag lang das machen, was wir wollen, denn ich bin ja gar nicht eingeschränkt in meiner persönlichen Freiheit. Wäre ich aber eingeschränkt in meiner persönlichen Freiheit, müsste ich sie verteidigen. Aber das brauche ich seit über 75 Jahren in Deutschland nicht mehr. Deswegen habe ich auch nicht die Motivation, in die Armee oder in die Feuerwehr einzutreten und dann sagt man sich nämlich:  „Öh, das macht schon wer … Warum soll ich denn das machen? Ich kann ja irgendwo hier im Park sitzen und ein bisschen in der Sonne chillen.“. Mario hält kurz inne und ergänzt: “Aber wenn wir das alle denken, dann sitzen wir alle irgendwann in diesem Park, und hier drinnen und draußen bricht alles zusammen. Also müssen wir unsere Freiheit schützen und verteidigen.“

Schutz der Freiheit

Die Freiheit zu schützen und zu verteidigen ist nicht nur eine der Aufgaben der Bundeswehr, sondern von allen Behörden und Institutionen, die dazu beitragen, dass alle, die in diesem Land leben, die Möglichkeit haben, ein sicheres Leben zu führen – so wie es unsere Verfassung im Grundgesetz vorsieht. Nach Artikel 2, Absatz 1 hat  “Jeder […] das Recht auf die freie Entfaltung seiner Persönlichkeit […]“ und nach Absatz 2, auch  „[…] das Recht auf Leben und körperliche Unversehrtheit. Die Freiheit der Person ist unverletzlich [ …].“

Mario, der Dienst an der Waffe getan hat, sagt selbst: „Es hört sich immer blöd an, die Freiheit mit der Waffe zu verteidigen, denn gegen wen soll ich die denn verteidigen?  Bei uns steht keiner an der Grenze und will uns an den Kragen. Also gegen wen verteidige ich denn dann die Freiheit mit der Waffe?“

Hinter Mario ist keiner hergefahren während seiner Einsätze und hat gesagt „Mensch, guck mal, was der Mario da wieder im Auslandseinsatz macht“. Das hat keiner gemacht, sagt er. Wie sollte es dann auch gesehen werden?  Die Arbeit der Polizei und Bundespolizei, die wird jedoch im Inland gesehen, „denn die schützen nämlich unsere Freiheit hier drinnen“. Deswegen findet Mario die Arbeit dieser Behörden für den Schutz der Freiheit im Inneren noch wichtiger als die Arbeit, die er als Soldat nach außen geleistet hat.

Mario beendet das Gespräch mit den Worten: „Daher ist es wichtig, dass es immer noch Leute gibt, die bereit sind, ihre persönliche Freiheit einzuschränken, um Freiheit zu schützen“.  Das nächste Mal, dass wir uns begegnen, ist an einem Montag.

Foto: Sarajevo 1997 während des SFOR Einsatzes, Foto von Mario N.
Foto: Brücken im Kosovo, Foto von Mario N.

Über Tod, Leid und Kameradschaft

Es ist Montag, drei Tage vor dem 8. Mai. Der Tag, an dem im Jahr 1945 der 2. Weltkrieg beendet wurde und dadurch Leid und Schmerz auf der ganzen Welt gelindert wurde. An diesem Tag gedenken wir jedes Jahr den Opfern dieses Krieges. 

Es ist ein kühler Tag mit mäßigem Sonnenschein. Und wieder steht da die schwarze Kawasaki, diesmal auf dem Schotter Parkplatz des örtlichen Friedhofs. Ich betrete diesen stillen Ort mit einem komischen Gefühl, denn hier sind die Toten begraben und ich muss immer wieder daran denken, wie viel Leid und Schmerz die Toten wohl erlebt haben müssen. Denn genau darüber habe ich mit Mario gesprochen. Über Tod, Leid, Kameradschaft und das Gefühl, wie es ist, wenn man aus dem Einsatz nicht wieder so nach Hause kommt, wie man hingegangen ist. 

Ich gehe langsam über den Friedhof, auf der Suche nach diesem stämmigen Kerl. Während ich mit meinen Augen zwischen den Gräberreihen nach ihm suche, entdecke ich ihn. Er ist am anderen Ende des Friedhofs. Mit gesenktem Kopf geht er zwischen den Gräbern umher. Es sieht so aus, als würde er die einzelnen Inschriften auf den Grabsteinen lesen, als würde er einen ganz bestimmten Namen suchen. Noch bevor er fündig wird, habe ich ihn schnellen Schrittes eingeholt. Nach ein paar Worten zur Begrüßung fange ich an, mit ihm über das zu sprechen, weswegen er vor Jahren die Uniform ausgezogen hatte. Es sind die 500 Tage, die Mario im Einsatz war.

Der Checkpoint

Das erste, über das er  von nur einem dieser Tage berichtet, ist eine Situation, bei der Mario mit seiner Einheit einen Checkpoint für Fahrzeugkontrollen eingerichtet hat. „Man kontrolliert ein Fahrzeug, holt da Großeltern und einen Enkel raus und der Enkel steht vor dir und WEINT, weil er die Uniform sieht. Du willst ihm aber gar nichts Böses … Und er zieht seine Schuhe vor mir aus und da fragst du dich, warum zieht er seine Schuhe aus? Und da wurde uns erklärt, dass die dortige Polizei bei Fahrzeugkontrollen die Erwachsenen von den Kindern trennt und die Kinder und die Erwachsenen die Schuhe ausziehen mussten, damit die nicht so schnell flüchten können. Weil du schneller mit Schuhen läufst als barfuß“, erzählt er.  „Aber wie dieser Junge vor mir stand und sich die Schuhe auszog, … ich weiß nicht, … du versuchst Freiheit zu bringen und siehst dann so was. Das war schlimmer als alles andere“, ergänzt er mit einem Stottern. Kinder können doch nichts dafür, dass mit ihnen so umgegangen wird, sagt er.  Und es fällt Mario als zweifacher Vater nicht leicht darüber zu sprechen.

Der erste Einsatz

Im Dezember 1996 befindet sich die Bundeswehr  in der Anfangsphase des  Stabilisation Force Einsatzes (SFOR). Für Mario bedeutet dies: „Es geht in den Einsatz“. Und zwar in seinen ersten von insgesamt drei.Noch im Mai 1997, als er nach der Einsatzvorbereitung nach Hause kommt, wurde in den Nachrichten bekannt gegeben, dass es die ersten Toten gibt. Zwei Bundeswehrsoldaten der SFOR-Truppe wurden während der Überprüfung von ihrem Spähpanzer „Luchs“ erschossen. Zu diesem Zeitpunkt wurde Mario bewusst, dass er zwei Monate später auf diesem Fahrzeug sitzen würde, welches ihn durch seinen ersten Einsatz begleitet. Da sei ihm dann zum ersten Mal dieses eine Gefühl durch den Kopf geschossen, erzählt er mit dumpfer und kratziger Stimme. Das Gefühl der Unsicherheit, dass „das wohl doch kein jugendliches Abenteuer wird, sondern […] ernst.“

Foto: Luchs im Einsatz, Foto von Mario N.
Foto: Luchs im Einsatz, Foto von Mario N.

Eine Sicherheit hatte er trotzdem in jedem Einsatz, nämlich Peter, seinen ehemaligen Zugführer. Mit ihm war Mario in seinem ersten Einsatz – 1997 in Sarajevo. Vier Jahre später rief Mario ihn an und fragte ihn: „Peter, 2000 Kosovo?“ Keine Dreiviertelstunde später rief Peter zurück mit den Worten: „Wir fahren zusammen!“. „Und das war in jedem Einsatz so. Wir sind immer zusammen in den Einsatz gegangen, immer auf einem Panzer gefahren, von Anfang an“, sagt er. 

Vier Quadratmeter – vier Mann

Doch für den ersten Moment hieß es erst mal sieben Monate in einem Container leben auf vier Quadratmeter mit vier Mann. Doch wenn man sich außerhalb dieser vier Quadratmeter und des Lagers bewegte, dann war man direkt im Einsatzgebiet. Man wusste nie, ob da was auf der Straße liegt, ob da Mienen sind, sagt er. Dadurch bewegt man sich ganz anders und das macht eine ganze Menge mit der Psyche eines Menschen, betont er weiter.

„Ja, lieber Gott. Lass es zu Ende gehen.“

In seinem zweiten Einsatz kam dann das Unvermeidbare: Angst und Tod. Mario selbst behauptet, keine wirkliche Angst im Einsatz gehabt zu haben. Doch habe es Momente gegeben, in denen ihm die Worte „Lieber Gott …“ über seine Lippen gekrochen seien, obwohl er nicht gläubig ist.Einer dieser Momente war am 31.01.2001 bei schweren Ausschreitungen in Mitrovica.

Foto: Sarajevo 1997 während des SFOR Einsatzes, Foto von Mario N.

Der Tagesspiegel schrieb hierzu am gleichen Tag: „In der Stadt Kosovska Mitrovica ist es am Mittwoch wieder zu schweren Ausschreitungen gekommen. Dabei seien mindestens 20 KFOR-Soldaten […] verletzt worden […]. Etwa 1000 Albaner hätten die […] französischen KFOR-Soldaten mit Molotowcocktails angegriffen und zahlreiche Fahrzeuge angezündet“ – und Mario mittendrin. Er beschreibt es wie folgt: „Wenn man dann tausend Männern gegenübersteht, die mit Steinen schmeißen und man muss da durch, dann sagt man sich das erste Mal: ,Ja, lieber Gott, lass es zu Ende gehen.‘“ Doch schnell ging es leider nicht zu Ende. Er sagt, das Ganze habe sich noch über eine halbe Stunde lang hingezogen.

Fotos: Mitrovica, Kosovo 2001. Zerstörung nach den Ausschreitungen zwischen ca. 1000 Albanern und KFOR-Soldaten vom 31.01.2001, Fotos von Mario N.

Verlust und Trauer

Auch im Ausland hatte jeder Truppenteil eine eigene „Betreuungseinrichtung“– natürlich auch die Infanterie. Mario habe in einer solchen Einrichtung abends mit einem Kameraden noch zusammen gegessen und getrunken. Am nächsten Tag habe er dann erfahren, „Der [Kamerad] ist mit einem Lkw eine Klippe runtergestürzt. Der lag acht Stunden auf ihm drauf und man konnte den nicht bergen“. „Pierre hieß er glaube ich“, sagt er, mit einem gläsernen Blick, als wenn er Pierres Gesicht in diesem Moment vor sich sehen würde.

„Und das war der erste Verlust, wo man sagen könnte: Man hat einen Kameraden verloren“, erinnert sich Mario. Es folgten noch insgesamt weitere sieben Kameraden, die aus dem Einsatz nie wieder nach Hause zurückgekommen sind und bei denen er teilweise spalierstehen musste, während ihre toten und leblosen Körper in die Hubschrauber getragen wurden.

Der kleine Toni 

Aber nicht nur über die Verluste mache er sich immer noch Gedanken, sondern auch über Toni. Seiner Einheit wurde damals im Kosovo ein Dolmetscher zugeteilt, der Lehrer in Smaq (Gjakova) war und immer seinen kleinen Neffen „Toni“ überallhin mitnahm, so erzählt Mario es. Er fängt an, mit  höherer Stimme als gewöhnlich zu sprechen und berichtet von der ersten und letzten Begegnung, die er mit ihm hatte: „Toni hat mich das erste Mal gesehen und fing an zu weinen. Als wir dann aus dem Einsatz raus gegangen sind, habe ich am Ende geweint. Und zum Schluss, da wollte Toni mein Namensschild haben.”

Foto: Mit Toni im Kosovo 2001, Foto von Mario N.

Das war das letzte Mal, dass Mario den kleinen Jungen gesehen hat und bis heute weiß er nicht, was aus ihm geworden ist. Er überlegt seit Jahren, ob er wieder in den Kosovo zurückfahren soll, um Toni zu besuchen. Seine Adresse hat Mario bis heute aufbewahrt und bei sich zu Hause liegen. Er erinnert sich, dass der „kleine Junge“ heute circa 34 Jahre alt sein müsste. Doch vor 24 Jahren war er gerade mal zehn.

Foto: Mit Toni im Kosovo 2001, Foto von Mario N.

Und dann, Stille. Es ist so leise, dass man das Zwitschern der Vögel wahrnimmt und den Wind hört, wie er über die Grabflächen des Friedhofs weht. Doch etwas bricht diese Stille. Es ist Mario, der einen großen Seufzer von sich gibt und wieder gläsernen Augen bekommt. Dieses Mal starrt er nicht in die Ferne, sondern seine Augenlider erröten sich leicht und auf einmal fließen ihm Tränen aus den Augen. Erst eine und dann bricht es aus ihm raus, wie aus einem Springbrunnen. In diesem Moment hatte ich sofort verstanden, was mit ihm los ist. Es sind die Massen an Eindrücken, die er im Einsatz erlebt hatte und die Mario in diesem Moment einholen. Es überkommt mich ein eigenartiges Gefühl, beim Anblick des breit gebauten Mannes, wie dieser Fels in der Brandung dasitzt und weint.  Sein Schmerz und das Leid sind fühlbar in diesem Moment. Es ist etwas Greifbares. Etwas, das nicht Tausende von Kilometern entfernt passiert ist.  NEIN, man hat die Auswirkungen des Erlebten und Berichteten direkt vor sich.

Nach einem kurzen Moment der Stille findet Mario wieder Worte, schaut mich an und sagt: „Das ist, glaube ich das, was mich persönlich sehr geprägt hat. Es sind meistens die kleinen Leute, die eigentlich nichts dafürkönnen. Das sind die, die am meisten unter der ganzen Situation leiden müssen.“

Ein Tag mit 36 Stunden

Was für ihn persönlich aus diesen Einsätzen  übriggeblieben ist, das ist der Drang zu helfen. Mario führt dazu ein Beispiel aus seinem Einsatz im Kosovo an. Es ist das Projekt des Schulbaus in Smaq bei Prizren. „Man muss es sich so vorstellen:  man fährt aus dem Einsatz nach Hause […] , [vorher] übergibst [du] dieses Projekt und du hast das Gefühl, deinen Auftrag nicht erledigt zu haben“, sagt er.

Foto: Schulbau im Smaq, während des Kosovo Einsatzes, Foto von Mario N.

„Wie gesagt, du bist in Deutschland gelandet und hattest noch dieses Projekt vor Augen und wärst am liebsten wieder rein in den Flieger und zurückgeflogen … einfach zurück.“Es sei immer dieses Gefühl in einem, dass man zu wenig getan habe. Im Einsatz hat Mario gesehen, was mit den Menschen passiert ist und „wenn man aus jedem Einsatz dieses Gefühl mit nach Hause bringt, ist das so, als wenn man morgens früh aufsteht und der Tag gestern noch nicht zu Ende war. Der Tag hat nun mal nur 24 Stunden und ist irgendwann zu Ende, auch wenn er eigentlich 30 oder 36 Stunden hätte haben müssen. Trotzdem fehlte da etwas. Wir hatten keinen Abschluss damit. Doch ich kann die Welt nicht verändern. Aber du hast das Gefühl, du musst es tun“, sagt er.


Freiheit für andere

Es geht keiner zur Bundeswehr und schwört den Diensteid, „[…] das Recht und die Freiheit des Deutschen Volkes tapfer zu verteidigen“, mit der Voraussetzung in den Einsatz zu gehen. Aber am Ende kann es passieren. So wie bei Mario, der in den Einsatz gegangen ist. Er wurde am 31.03.2002 entlassen und am 01.04.2002  habe es keinen mehr interessiert, was er für sein Land getan hat. Was Mario betont, ist, dass er nicht nur für sich in den Einsatz gegangen sei. „Wenn ich sage, ich gehe für mich in den Einsatz, dann kann ich mich auch hier irgendwo in meinen Garten stellen. Es war halt eben dafür, dass andere frei leben können. Ich würde aber trotzdem keine Minute missen, die ich im Einsatz war“, erklärt er.

„Es war nicht alles falsch. Es war auch nicht alles richtig. Aber wenn ich vorher das Ende der Schlacht kenne, dann brauche ich nicht in die Schlacht ziehen. Genauso ist es beim Einsatz auch“, sagt er mit nachdenklicher Stimme. Dabei bemerkt Mario, wie ich auf seine Biker-Weste schaue und auf die vielen Pins und Abzeichen, die er darauf trägt. 

Noch bevor ich ihn dazu etwas fragen kann, deutet er schon mit einem Finger auf ein ganz bestimmtes Abzeichen.„Es ist der Pin des Bund Deutscher Einsatzveteranen e.V. (BdV) “, erzählt Mario. „Den kriegst du nur, wenn du beim  BdV-Mitglied und Einsatzveteran bist. Und ich habe den von den Kameraden in die Hand gedrückt bekommen, mit denen ich im Einsatz war.“ Dieser Pin bedeute Mario mehr als jede Einsatzmedaille, die er verliehen bekam. Für ihn persönlich haben diese Einsatzmedaillen ihren Wert verloren, als es hieß: „Der Dingo 1 wird im Kosovo bei uns im Lager getestet. Da wurden dann Soldaten aus Deutschland geschickt, die 30 Tage bei uns im Einsatz geblieben sind. Nach 14 Tagen waren die mit dem Testen und Fahren fertig und haben dann im Lager gesessen, damit die diese Einsatzmedaille und Gefahrenzulage kriegen“, erklärt Mario. Und da habe er dann zu sich selbst gesagt: „Dann können die das Ding auch behalten“. Das ist der Grund,  weshalb Mario  diese Medaillen mittlerweile egal sind.

Oberfeldwebel N.

Es gibt 400.000 EinsatzveteranenInnen. Das bedeutet, es gibt 400.000 Familien, in denen es Väter, Söhne, Töchter, Mütter, Brüder oder Schwestern gibt, die mit diesen Einsätzen zu tun haben. Eine davon ist später die Familie von Mario. Sein ältestes Kind ist gerade mal 20 Jahre alt und sein letzter Einsatz ist ca 23 Jahre her. Seine eigenen Kinder wissen nicht, was in den Einsätzen passiert ist.

Sie wissen nur, dass ihr Vater Soldat war. Bei seinen Eltern war das jedoch nicht so. „Also am coolsten war mein Vater“, sagt er. „Der hat jeden einzelnen Brief, den er an mich geschrieben hat, [während der Einsätze] mit „Oberfeldwebel N.“ unterschrieben, weil mein Vater war Oberfeldwebel der NVA. Der wollte mich eigentlich nur ärgern und mir zeigen, dass er zwei Dienstgrade höher war als ich.“ 

„Doch manchmal ist Familie dann eben doch wichtiger!“

Aber als Mario seinem Vater dann erzählt hat, dass er sich psychologische Hilfe nach seinen Einsätzen gesucht hat, da habe er Mario angeguckt und gesagt: „Na Junge, bist wohl doch nicht so hart wie du dachtest?“

„Trotzdem hat er jederzeit hinter jedem einzelnen Einsatz von mir gestanden und das macht er auch heute noch“, sagt Mario. Seine Mutter hingegen hatte da andere Sorgen. „Meine Mutter war halt Mutter. Die hatte einfach Angst! Ganz besonders, als die Meldungen kamen, dass zwei SFOR Soldaten auf dem Luchs gestorben sind. Denn sie wusste genau, dass es der Panzer ist, den ich dann fahre im Einsatz“, erzählt Mario.

Seine Mutter ist 2004 verstorben. 2002 ist er aus seinem letzten Einsatz wieder nach Hause gekommen und er wusste, dass seine Mutter die nächsten 2 Jahre nicht überleben wird. „Deswegen bin ich auch dann aus der Armee ausgetreten. Sonst wäre ich jetzt wahrscheinlich Berufssoldat. Doch manchmal ist Familie dann eben doch wichtiger!“

Psychische Folgen

Damals wusste keiner, was in den nächsten Jahren auf sie zukommen würde. Auch Mario nicht. „Ich bin ja nach den Einsätzen ins Zivilleben gegangen und dann fällst du durchs Raster. Ist ja bei mir genauso gewesen“, sagt er. Und bei ihm kam der „Knick“ 15 Jahre nach Einsatzende. Zu dieser Zeit war ihm gar nicht bewusst, warum oder was ihn so einschränkt. Mario kam aus dem Einsatz nach Hause und ging auf keine Familienfeiern mehr, da er sich mit Leuten nicht mehr an den Tisch setzten wollte, weil er sie nicht mehr einschätzen konnte. 

„Obwohl es meine eigene Familie war, muss man es akzeptieren, dass man immer dieses Problem hat. Aber man braucht eben 15 Jahre, um genau das einzusehen. Trotzdem muss man das erst mal seiner Frau erklären, nach 15 Jahren Ehe“, sagt er. Am Anfang habe er es akzeptiert, doch das war für ihn persönlich das Schlimme. Man gehe Dingen aus dem Weg. „Oder wenn wir zu Hause gesessen haben und die Kinder weinten, dann bin ich abgehauen, weil ich kein Kinderweinen mehr hören kann. So was musst du aber auch erst mal akzeptieren als Vater“, schildert Mario. Man selbst merke das gar nicht, aber die anderen schon.

PTBS im Alltag

Mario selbst ist emotional anfälliger geworden. Ihm laufen wesentlich schneller die Tränen, als noch vor 30 Jahren. „Ich habe immer Situationen am Tag, da könnte ich den ganzen Tag heulen“, sagt er. „Vor allem so Kleinigkeiten wie Kinder.Diese kleinen Menschen, die machen einem Soldaten, der im Einsatz war, Angst“, ergänzt er. „Ich mag keine Kinder, kann man ja nicht sagen. Ich habe ja selber welche“, sagt er noch scherzhaft. Es gäbe jedoch auch andere Situationen, bei denen sein PTBS getriggert wird. „Wenn du dann nicht mehr sprichst oder ich hatte es gehabt, in einem Supermarkt in Lebenstedt. Dann stehst du zwischen den Regalen und dir laufen die Tränen, weil dir zu viel Leute entgegenkommen, weil es einfach zu viel ist! Und das schränkt mich ein.“ 

Unteranderem habe er auch deswegen damals die Uniform ausgezogen, weil wenn man die Uniform immer wieder anziehe, dann wäre immer wieder dieses Gefühl da: „Das sind ja die Sachen, mit denen ich im Einsatz war. Das sind ja die Sachen, mit denen ich Dinge erlebt und gesehen habe. Das heißt, du triggerst dich im Prinzip jedes Mal selber“, sagt er. 

Die Einsatzbeschädigung

Seine spätere Berufswahl im Sicherheitsdienst sei laut seinen Aussagen nur eine Reaktion darauf gewesen, sich seiner PTBS zu stellen. „Denn manchmal ist einfach nur REIN und sich der Situation stellen, die beste Therapie, die du machen kannst.“ Als Mario später dann in die professionelle Therapie gegangen ist, hat er die Einsatzschädigung von einem Zivil Arzt feststellen lassen. In diesem Moment habe er sich alleine gefühlt, sagt er. Doch die Feststellung allein reicht nicht aus. 

Die sogenannte Einsatzbeschädigung muss auch anerkannt werden und das sei laut Mario ein ziemlich steiniger Weg. Das heißt, wenn jemand nach 15 Jahren zum Psychologen geht und diese Einsatzschädigung feststellen lässt und dafür eine Entschädigung von der Bundeswehr oder einen Betreuer haben möchte, muss dort alles aufgearbeitet werden. Man müsse „Zeugen“ suchen, die in den Gefechten dabei waren und das Erlebte bezeugen können, so berichtet es Mario. „Doch was habe ich davon? Der ‚Zeuge‘ zerbricht sich den Kopf darüber und im schlimmsten Fall hat dieser das dasselbe Problem wie ich! Will ich das? … Will ich das einem anderen Kameraden wirklich antun?“. 

Es wurde Mario angeboten, eine solche Wehrdienstbeschädigung zu stellen. Dadurch könne er auch wieder zurück in den aktiven Dienst. Doch er müsse alles aufarbeiten. „Ich müsste meinen ehemaligen Zugführer, Peter, von damals fragen und der ist jetzt auch schon über 60 Jahre alt.“ Mario habe einmal mit Peter über ein solches Wehrdienstbeschädigungsverfahren gesprochen. Beide waren sich einig: „NE wollen wir nicht … dann sitzen wir das halt eben aus.“ 

Abbildung: Zitat von Mario N., erstellt von Tim Famulla

Auf die Frage, ob Freiheit kostenlos ist, antwortet Mario mit einem ganz entschiedenen „NEIN“. Er führt das Beispiel des „Spartacus Aufstandes“ an – mit der Frage, warum es diesen gab. Der Grund war Freiheit. 

„Viele sagen, es geht zum Beispiel um Religion oder Glauben. Aber NEIN, es geht immer um Freiheit! Nämlich die Freiheit meiner Religionsausübung. Es geht um die Freiheit, meinen Glauben auszuleben oder die Freiheit, mich in meinem Land so zu bewegen, wie ich das möchte“, sagt er. Er fügt hinzu, dass der größte Verbrecher, den es je gegeben habe, derjenige gewesen sei, der als allererstes einen Zaun um sein Grundstück gezogen habe. Denn damit habe er anderen die Freiheit genommen, dahinzugehen.

Und das ist auch der Preis, den er selbst am Ende für die Freiheit bezahlt hat. Sein PTBS schränkt Mario immer noch ein, doch das ist ein Teil der Freiheit, die er gegeben hat, damit andere in Freiheit leben können. 

Abbildung: Zitat von Boris Pistorius, erstellt von Tim Famulla

Die kleinen Dinge im Leben 

Was Mario jedoch ganz persönlich ärgert, ist der Umgang der Gesellschaft mit SoldatInnen und das diese aufgrund ihrer Uniform an den Rand geschoben werden würden. Nicht, weil SoldatInnen aus den sozialen Aspekten da hingehörten, sondern weil die Gesellschaft sie dahin schiebe. 

Für Mario vertreten diese SoldatInnen die komplette Gesellschaft Deutschlands: „Wir haben vom fertigen Schüler bis zum Doktor alles in dieser Armee rumlaufen, was den Schnitt der Bevölkerung darstellt. Das heißt, wir gehören auch mitten rein! Mitten rein in diese Gesellschaft und nicht an den Rand gestellt!“, sagt er mit fest entschlossener Stimme. 

Und auch mit dem Einsatzende sollte die Würdigung nicht aufhören! Mario habe es bis dato einmal erlebt, dass eine fremde Person in Hamburg zu ihm gekommen ist und ihm persönlich für seinen Dienst gedankt hat. „Es sind diese Kleinigkeiten im Leben, die den Unterschied machen“, sagt er.

Und Heute?

Nach 23 Jahren Einsatzende und auch durch seine aktuelle Lebenssituation geht es Mario wesentlich besser. „Ich habe mein Motorrad da draußen stehen, mit dem ich und meine Frau unterwegs sind. Meine Kinder sind fast so groß, dass sie wieder aus dem Haus sind und es bewegt sich gerade alles so in die Richtung, wo es hinsoll.“

Und mit diesem Satz steht der breit gebaute Mann auf. In diesem Moment war er wieder Mario, der Familienvater und nicht mehr der Einsatzveteran Mario N. Man hat das Gefühl, dass beim Aufstehen von der Bank, auf der er nun rund zwei Stunden gesessen hat und dem anschließenden Verlassen des Friedhofs einen Teil „Einsatz“ dagelassen hat. 

Als wenn ein Teil des Erlebten nun bei den Toten begraben ist. Doch dieser eine Satz  blieb mir bis heute im Kopf hängen: „An der Vergangenheit können wir nichts mehr ändern. An der Zukunft können wir was ändern“. Und damit schmeißt er zum letzten Mal seine schwarze Kawasaki an und fährt von dem uns vertrauten Schotterparkplatz in Richtung Harz. Zurück zu seiner Familie, seiner Frau und seinen Kindern, die ihn schon sehnlich erwarten, um wandern zu gehen. Und es ist nur zu erahnen, wie sich der Wind während der Fahrt angefühlt haben muss. Vermutlich, nach Freiheit…

Titelbild: Luchs im Einsatz 1997, Foto von Mario N.

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