Studieren mit Hund – 5 Dinge, die du bedenken solltest

Gastbeitrag – Viele Studierende haben einen Hund oder wünschen sich einen. Jedoch ist es wichtig, sich den Herausforderungen eines Alltags zwischen Hund und Studium bewusst zu sein. Dinge, die dabei beachtet werden sollten.

Hunde, die schon vor dem Beginn des Studiums im Besitz waren, bleiben oft im Elternhaus zurück, werden abgegeben oder die StudentInnen organisieren eine alternative Betreuung des Hundes. Es geht aber auch anders. Studieren mit Hund ist möglich. Es kommt auf die Organisation des Alltags, die Bereitschaft und die allgemeinen Lebensumstände an.

1. Dein Hund ist dein Freund

Hast du schon einen Hund, bevor du mit deinem Studium startest, solltest du ihn deswegen nicht abgeben. Hat dein Hund eine enge Beziehung zu deinen Eltern und kann er dortbleiben, ist das wunderbar. Hängt der Hund sehr an dir und du an ihm, gibt es Wege, wie ihr auch während des Studiums zusammenbleiben könnt.

2. Hunde im Wohnheim – ein No-Go

So tierfreundlich unsere Gesellschaft auch geworden ist: In fast keinem normalen Studentenwohnheim sind Haustiere (aller Art) erlaubt. Diese Art der Unterbringung fällt für dich als Studi mit Hund also schon mal weg. Allerdings ist es auch keine Vorschrift, während des Studiums im Wohnheim der Uni zu leben. Du kannst dir jederzeit ein hundefreundliches WG-Zimmer oder eine kleine Wohnung nehmen. Checke Wohnmöglichkeiten, wo der Hund explizit erlaubt ist und lass dir diese Erlaubnis schriftlich bestätigen.

3. Den Hund mit in die Uni nehmen?

Morgens den Hund in den Fahrrad-Hundeanhänger packen und dann entspannt zur Vorlesung radeln: Was traumhaft klingt, ist an den meisten Unis in der Regel nicht erlaubt. Es gibt jedoch informelle Ausnahmen. Auf die kannst du aber nicht bestehen. Offiziell sind nur Assistenzhunde an Universitäten zugelassen. Hast du mal einen Engpass bei der Betreuung oder musst du den Hund aus einem anderen Grund mit in die Vorlesung bringen, kannst du nach Ausnahmen fragen. Kleine und brave Hunde werden an liberalen Unis natürlich eher akzeptiert, als große oder laute Hunde. An konservativen Universitäten wirst du mit solchen Wünschen eher auf Ablehnung treffen.

4. Den Hund während des Studiums anschaffen

Wenn du eine hundegerechte Wohnung und Zeit hast – warum nicht? Bedenke aber, dass ein Hund viel Zeit braucht und dein Studium unter Umständen auch. Insbesondere wenn es an die Prüfungen und den Abschluss geht, kannst du ziemlich unter Druck und Zeitstress geraten. Die wenigsten Rassen sind glücklich damit, den ganzen Tag nur im Hundebett zu liegen. Hunde wollen Gassigehen, brauchen Ansprache und eine rassengerechte Beschäftigung. Optimal wäre es, wenn du eine zweite und zuverlässige Betreuungsperson für den Hund hast.

5. Überlege die Entscheidung gut

Fakt ist: Ein Hund nimmt einen sehr großen Platz im Leben eines Menschen ein. Kann der Hund immer dabei sein, wenn es nach den Vorlesungen noch auf Partys, auf gemeinsame Ausflüge oder zu anderen Aktivitäten geht? Oder wäre ein Tier in dieser Zeit dann doch nur das fünfte Rad am Wagen?

Beantworte dir diese Fragen möglichst fair im Sinne des Tieres und auch in deinem eigenen Interesse. Hast du den Hund schon vor Studienbeginn, kennst du die Einschränkungen schon. Willst du dir einen Hund neu anschaffen, musst du sie gut bedenken. Selbst die kleinsten und liebsten Rassen sind nicht glücklich damit, wenn sie nur am Hundegeschirr mitgezogen oder dauernd abgegeben werden. Ein Hund ist ein intelligentes Tier, das feste Strukturen, eine Aufgabe und Hingabe braucht.

Du bist dir sicher, dass dies alles für dich kein Problem oder machbar ist? Der Hund ist dir wichtig und du bist bereit, für den Freund auf vier Pfoten auch zu verzichten? Wunderbar, denn dann steht dem Abenteuer Studieren mit Hund nichts mehr im Weg!

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